Influencer Marketing: Warum eigene Mitarbeiter die besten Botschafter sind

Influencer Marketing und Social Media

Influencer Marketing: Markenbotschafter aus dem eigenen Unternehmen kommunizieren über Social Media. © bearsky23 – Fotolia

Markenbotschafter sind für Unternehmen seit jeher eine starke Stütze. Aktuell konzentrieren sich zunehmend mehr Firmen auf Social-Media-Influencer, die auf Instagram oder Youtube eine hohe Zahl an Fans und Followern haben. Das ist mit monetären oder anderweitig materiellen Gegenleistungen verbunden. Und nicht immer ist es sinnvoll. Gerade im B2B-Bereich ist es zielführender, Mitarbeiter aus dem eigenen Haus als Social Media Botschafter zu gewinnen.

Mehrere Millionen Menschen mit einem einzigen Post erreichen – das ist eine verlockende Option. Möglich ist das etwa in Lifestyle-Bereichen, wenn man auf Influencer mit entsprechenden Follower- Zahlen setzt. Die Verbreitung über Social-Media-Testimonials hat allerdings seinen Preis: So liegen etwa die durchschnittlichen Kosten für einen einizigen Instagram-Post im Bereich Modeling dem Magazin Adweek zufolge bei 434 Dollar. Auch Honorare im mittleren vierstelligen Bereich sind nicht unüblich.

Ob Marketing-Verantwortliche auf diesem Wege ihre Zielgruppen wirklich erreichen, ist eine andere Frage. Gerade im B2B oder in Branchen mit komplexen Produkten und Dienstleistungen dürfte es deutlich effizienter sein, Experten aus dem Unternehmen zu Markenbotschaftern zu machen. Das dauert zwar länger, ist aber gar nicht so schwierig  – und wirkt nach außen sehr glaubwürdig.

Warum sind eigene Mitarbeiter gute Influencer im digitalen Umfeld?

Spezialisierte Mitarbeiter sind Experten auf ihrem Gebiet, sie kennen die Produkte und die Branche. Mit einer Social Media Präsenz geben sie der Firma ein Gesicht nach außen und können ihr Wissen präsentieren. Wenn (potenzielle neue) Kunden bereits persönlich mit einem Mitarbeiter oder einer Führungskraft in Kontakt waren oder einen Vortrag gehört haben, ist der Effekt umso stärker.

Eine weitere positive Wirkung: Mitarbeiter, die nach außen auftreten, identifizieren sich in der Regel mit ihrem Arbeitgeber und sind dort gerne tätig. Das stärkt die Arbeitgebermarke und das Employer Branding.

5 Schritte, mit denen Unternehmen ein eigenes Influencer Marketing aufbauen:

  1. Identifikation von Markenbotschaftern: Starten Sie einen unternehmensweiten Aufruf und machen Sie Mitarbeiter im Rahmen einer Auftaktveranstaltung mit dem Thema vertraut. Informieren Sie über das Intranet über die Möglichkeiten. Alternativ können Sie auch im ersten Schritt bestimmte Persona direkt ansprechen, die das Thema wiederum auch nach innen weitertragen.
  2. Coachings und Workshops: Organisieren Sie regelmäßig Meetings, wo Sie potenzielle neue Botschafter einladen und das Thema für bereits gewonnene Influencer vertiefen.  Nehmen Sie Ideen vonseiten Ihrer Markenbotschafter auf und diskutieren Sie diese mit den Mitarbeitern.
  3. Interne Content-Plattform: Stellen Sie selbst entdeckte oder von anderen Abteilungen zugelieferte Inhalte auf einer internen Plattform zur Verfügung. So bündeln Sie Wissen und sparen Zeit für Recherchen. Sie können sowohl eigene Beiträge Ihres Unternehmens (Pressemitteilungen, Blogartikel) als auch relevante externe Inhalte im Zuge eines Knowledge-Sharing-Ansatzes anbieten. Wichtig ist dabei, dass Mitarbeiter die Posts nicht standardisiert übernehmen. Der einzelne sollte seine Ideen und Meinungen kommunizieren und eigene Persönlichkeit zeigen.
  4. Beratung bei der Kanalauswahl: Blogs, YouTube, Twitter, Facebook, Instagram, Pinterest, XING und LinkedIn – grundsätzlich können verschiedene Kanäle geeignet sein. Welche die richtigen sind, hängt vom Hintergrund und Vorwissen des jeweiligen Markenbotschafters sowie von den Themen und Inhalten des Unternehmens ab. Für den Einstieg sind Twitter und Instagram als übersichtliche und leicht verständliche Plattformen empfehlenswert.
  5. Guidelines:  Geben Sie Ihren Mitarbeitern Richtlinien und Empfehlungen an die Hand, an denen sie sich orientieren können. Ein Q&A beispielsweise erleichtert das Vorgehen, beantwortet viele Fragen und hilft, Fehler zu vermeiden.
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Michael Schmitt

Inhaber, Leiter Beratung bei schmitt kommuniziert.
Michael Schmitt ist Gründer und Inhaber von schmitt kommuniziert. Als Ideengeber ist er im täglichen Geschäft der Ansprechpartner für die Kunden. Er hat mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Kommunikation und hat vor der Gründung von schmitt kommunizert als Leiter Kommunikation die Pressearbeit, das digitale Marketing und die Krisenkommunikation eines mittelständischen Unternehmens gestaltet.