Wie Führungskräften die Neujahrsansprache gelingt

Redenschreiben für die Neujahrsansprache

Wer Applaus will, braucht ein gutes Skript. Redenschreiben gilt als die Königsdisziplin der Kommunikation © Kzenon – Fotolia.com

Die Zeit der Weihnachtsreden ist (fast) vorbei – demnächst steht für Führungskräfte die Chance für Neujahrsansprachen vor der Tür. Ein guter Zeitpunkt, sich einmal mit einmal mit der Sprache von Managern zu beschäftigen. Die Wirtschaftswoche hat genau das gerade getan und übt Kritik. Sie kommt zum Schluss, dass Vorstände und Geschäftsführer lebendiger und konkreter sprechen sollten. Auf was kommt es dabei an – und was macht eine gute Rede aus? Wir haben fünf Punkte gesammelt. 

  1. Überraschender Einstieg: Beginnen Sie mit etwas Unerwartetem. Polarisieren Sie. Oder provozieren Sie humorvoll. Sorgen Sie dafür, dass von der ersten Minute an Spannung in der Luft liegt – und dass Ihre Zuhörer unbedingt mehr erfahren wollen. „Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen“, sagte einst Roman Herzog. Das geht ins Ohr – und bleibt im Kopf.
  2. Draht zu den Zuhörern: Achten Sie darauf, zu jedem Zeitpunkt mit dem Publikum in Verbindung zu bleiben. Reden Sie ausschließlich über Dinge, die Ihre Hörer wirklich interessieren. Und sprechen Sie die Zuhörer im Laufe Ihrer Rede immer wieder persönlich an.
  3. Konkrete, klare Sprache: Vermeiden Sie Floskeln, komplexe Begriffe und Schachtelsätze. Nutzen Sie stattdessen möglichst konkrete, einfache, motivierende Worte.  „Packen wir es an“ statt „es wäre wichtig, wenn die Kollegen im Hause mal wieder ein Stückchen besser performen“.
  4. Bildhafte Sprache: Machen Sie das, was Sie sagen, an konkreten Beispielen fest. Sprechen Sie mit Bildern – damit erhalten Sie nicht nur die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer, sondern sorgen dafür, dass das Gesagte nachhaltig in Erinnerung bleibt. Nicht: „Wir sollten nächstes Jahr noch bessere Autos bauen, damit wir konkurrenzfähig bleiben”. Sondern: „Wir wollen den Turbo einschalten und den Wettbewerb schon in der ersten Kurve stehen  lassen“.
  5. Die eigene Person einbeziehen: Sie sprechen über ein aktuelles Thema – und da sollte eine Rede natürlich keine Selbstdarstellung sein. Indem sich selbst aber mit einbeziehen und Ihren persönlichen Standpunkt reinbringen,  untermauern Sie, dass Sie hinter Ihren Worten stehen. Beweisen Sie darüber hinaus Humor und zeigen Sie, dass Sie auch über sich selbst schmunzeln können, dann haben Sie in Ihr Publikum vollends gewonnen.
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Michael Schmitt

Inhaber, Leiter Beratung bei schmitt kommuniziert.
Michael Schmitt ist Gründer und Inhaber von schmitt kommuniziert. Als Ideengeber ist er im täglichen Geschäft der Ansprechpartner für die Kunden. Er hat mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Kommunikation und hat vor der Gründung von schmitt kommunizert als Leiter Kommunikation die Pressearbeit, das digitale Marketing und die Krisenkommunikation eines mittelständischen Unternehmens gestaltet.